Über uns: eine neue Art, Jugendhilfe zu denken
Wer wir sind, kurz gesagt: Wayve Jugendhilfe ist ein junger, freier Träger der Jugendhilfe mit Sitz in Bonn. Gegründet von drei Menschen, die selbst lange in der Jugendhilfe gearbeitet haben – vor allem in hochbelasteten Betreuungssituationen, in Deeskalation und Gewaltprävention – und die überzeugt sind: Es geht besser. Näher, verlässlicher, wirkungsvoller.
Der Name Wayve ist eine Wortneuschöpfung aus Way (Weg) und Wave (Welle) – er steht für einen pädagogischen Raum, in dem Jugendliche wieder in Bewegung kommen und neue Wege entwickeln. Das ist kein Marketing. Das ist unsere gelebte Haltung.
Warum es Wayve gibt
Wayve Jugendhilfe wurde 2026 als eigenständige GmbH gegründet, um intensive und individuell ausgerichtete Hilfen für Jugendliche mit besonders hohem pädagogischem Unterstützungsbedarf anzubieten. Die Gründer – Timo Paffen, Oliver Misch und Luca Rossetti – haben in ihrer Praxis immer wieder erlebt, was wiederholte Beziehungsabbrüche und der ständige Wechsel von Bezugspersonen bei jungen Menschen anrichten: Sie verstärken die Belastung, statt sie zu lösen.
Aus dieser Erfahrung ist die Überzeugung entstanden, dass gerade Jugendliche mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten einen Betreuungsrahmen brauchen, der drei Dinge verbindet: Beziehungskontinuität, klare Strukturen und einen professionellen Umgang mit Krisen. Genau darauf ist Wayve ausgerichtet – auch in schwierigen Hilfeverläufen verlässliche Beziehungen aufzubauen, aufrechtzuerhalten und Krisen innerhalb des bestehenden Settings zu bearbeiten.
Von Anfang an war klar: Wayve soll kein anonymes Unternehmen werden, das Plätze verwaltet. Wayve soll ein Ort sein, an dem Fachkräfte gerne arbeiten und Jugendliche sich wirklich gesehen fühlen.
Was uns antreibt
Wir erleben täglich, was es bedeutet, wenn ein junger Mensch eine verlässliche Bezugsperson hat. Wenn jemand wirklich zuhört, nicht aufgibt und trotz aller Widerstände dranbleibt. Das ist der Kern unserer Arbeit. Nicht Aktenführung, nicht Berichte – obwohl das dazugehört – sondern echte Beziehungsarbeit.
Vier Leitprinzipien tragen unsere Arbeit: Verlässlichkeit statt Wechsel. Beziehung vor Maßnahme. Klarheit und Sicherheit im Handeln. Individuelle Lösungen statt standardisierter Angebote. Wir wollen nachhaltige Veränderung ermöglichen, nicht kurzfristig stabilisieren – jungen Menschen nicht nur einen sicheren Lebensort bieten, sondern echte Entwicklungschancen.
Wie wir arbeiten
Wir arbeiten im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach dem SGB VIII. Unser Kernangebot sind stationäre Einzelsettings nach §§ 34 und 35 SGB VIII für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren: eine eigene Wohneinheit, eine feste Bezugsperson, Betreuung rund um die Uhr. Ergänzend bieten wir Schulbegleitung nach § 35a SGB VIII an.
Der Hilfeplan ist für uns kein bürokratisches Dokument, sondern ein echtes Steuerungsinstrument. Wir arbeiten transparent, dokumentieren sorgfältig und suchen den regelmäßigen Austausch mit allen Beteiligten – Jugendamt, Schule, Sorgeberechtigte. Beteiligung, Beschwerdewege und Kinderschutz sind in unserem institutionellen Schutzkonzept verbindlich geregelt; ein interner Kinderschutzbeauftragter begleitet das Team.
Auch an uns selbst stellen wir einen hohen Anspruch: regelmäßige Supervision, Fallreflexion, Fort- und Weiterbildung, klare Verantwortlichkeiten und ein offener Umgang mit Unsicherheiten und Fehlern. Unterschiedliche Biografien, Identitäten und Lebensweisen respektieren wir. Diskriminierung und Ausgrenzung haben bei Wayve keinen Platz.
Wo wir tätig sind
Unser Büro befindet sich in der Ubierstraße 78 in Bonn-Bad Godesberg, die Wohneinheiten liegen im Bonner Stadtgebiet. Wie die Jugendhilfe in Bonn insgesamt aufgebaut ist, lesen Sie auf einer eigenen Seite. Tätig sind wir in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz – Anfragen von Jugendämtern aus ganz Deutschland sind ausdrücklich willkommen.